Trotz deutlicher Verluste hat die Union die Europawahl in Deutschland klar
gewonnen. Laut dem vom Bundeswahlleiter veröffentlichten Ergebnis erhielten
CDU und CDU bundesweit 37,9 Prozent der Stimmen, die SPD verschlechterte
sich auf 20,8 Prozent und damit auf ein neues historisches Tief. Ebenso wie
in Deutschland lagen auch europaweit die konservativen Parteien klar
vorn.Union gewinnt Europawahl trotz Verlusten klar ... Video abspielenUnion
gewinnt Europawahl trotz Verlusten klar ... Video abspielenBild
vergrößernIn Deutschland konnte die FDP die meisten Stimmenzuwächse
einfahren. Sie legte um fast fünf Punkte auf elf Prozent zu. Die Grünen
kamen auf 12,1 Prozent. Die Linke erreichte 7,5 Prozent. Im künftigen
Europaparlament ist die Union mit 42 Abgeordneten vertreten, die SPD
entsendet 23 Parlamentarier, die Grünen verfügen über 14 Sitze, die
Liberalen über zwölf und die Linken über acht. Die Wahlbeteiligung war dem
vorläufigen Ergebnis zufolge mit 43,3 Prozent geringfügig höher als
2004.Wie in Deutschland ging auch europaweit mehr als die Hälfte der
Wahlberechtigten nicht an die Urnen. Laut in der Nacht veröffentlichten
Zahlen des -Parlamentes lag die Beteiligung in den 27 Mitgliedsstaaten bei
43,4 Prozent und damit auf einem Rekordtief. Vor allem in Osteuropa blieben
die Menschen den Urnen fern.Klarer Sieger der Europawahlen sind die
konservativen Parteien. Laut einer kurz nach 03.00 Uhr in Brüssel
veröffentlichten Hochrechnung wird im neuen EU-Parlament in Straßburg die
konservative EVP 267 der insgesamt 736 Sitze besetzen. Die europäischen
Sozialisten (SPE) bleiben mit 159 Abgeordneten zweitstärkste Kraft.
Angesichts der SPE-Niederlage sprach Fraktionschef Martin Schulz (SPD) von
einem "ganz bitteren Abend".Konservative Parteien siegten neben
Deutschland unter anderem auch in , ,und . In Italien stimmten laut einer
Hochrechnung des Fernsehsenders Sky TG24 rund 35,6 Prozent für das
konservative Volk der Freiheit (PDL). Damit verfehlte Silvio Berlusconi
sein erklärtes Wahlziel von 40 Prozent deutlich, womöglich Folge des
derzeitigen Party-Skandals um den Regierungschef. Er blieb aber trotzdem
klar vor der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), die laut
Hochrechnung auf 26,3 Prozent kam.Besonders aufmerksam wurde der Urnengang
in Großbritannien verfolgt, wo Regierungschef Gordon Brown ums politische
Überleben kämpft. Seine Labour-Partei stürzte einer Hochrechnung zufolge
mit nur 16 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz ab. Damit büßte sie
sieben Prozentpunkte gegenüber der Europawahl von 2004 ein. Klarer
Wahlsieger sind die oppositionellen Konservativen, die auf etwa 27 Prozent
der Stimmen kommen. Zudem liegt auch die europaskeptische UKIP mit 17
Prozent noch vor Labour. Die rechtsextreme British National Party (BNP)
zieht erstmals ins Europaparlament ein.Überhaupt legten in vielen
EU-Staaten rechtspopulistische Parteien und Europakritiker zu. In den
Niederlanden verbuchte die rechtspopulistische PVV auf Anhieb einen
Wahlerfolg von knapp 17 Prozent der Stimmen. In Österreich konnte die
rechtspopulistische FPÖ ihren Stimmenanteil auf 13,1 Prozent verdoppeln.
Sie wurde damit zur viertstärksten Kraft nach der Liste des EU-Skeptikers
Hans-Peter Martin, der mit 17,9 Prozent überraschend gut abschnitt. Auch in
, , Rumänien und der Slowakei legten die Rechten zu, inzog die
nationalistische Partei "Wahre Finnen" ins EU-Parlament ein.Infos
zum Europaparlament
Monday, June 8, 2009
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